2 Monate bei ACC Namibia — Bericht von Beatrix von Eycken — Seite 5: „Die Motivation der Overseas-Mitarbeiter“

Vortrag am 18.02.2018 zum Neujahrsfest im Amitofo Care Centre Germany e.V.

in Düsseldorf

2 Monate bei Amitofo Care Centre of Namibia (abk. ACC Namibia)

Bericht von Beatrix von Eycken

Seite 5:

Die Motivation der Overseas-Mitarbeiter

Mit welcher Erwartungshaltung kommen die Überseemitarbeiter nach Namibia? Nicht alle von ihnen sind Buddhisten, die wenigsten sind jung, die meisten über 40, viele auch über 50. Abenteuerlust scheidet aus. Es wird viel gearbeitet, teilweise 7 Tage die Woche und das Centre ist weitab von jeder Ablenkung. Ein Bierchen trinken oder Shoppen gehen? Fehlanzeige. Fernsehen gibt es nicht, WLAN, mit dem man über Laptop Filme gucken könnte, ist nicht stabil genug. Das aufregendste, was ich erlebt habe, war die 3.80 m lange Riesenpython, die auf der Nachbarfarm entdeckt und getötet wurde. Auch die Ziegen und Kühe, die regelmäßig vorbeikamen, boten Abwechselung. Wasser ist knapp. Kein leichtes Leben.

Warum also nehmen die Menschen dies alles auf sich? Ich habe einige von ihnen gefragt und ihre Antworten lauteten: „Gutes tun“, „Hui Li unterstützen“ und „an Gutem teilhaben zu lassen“.

Mein persönliches Resumée

Wie lautet das richtige Adjektiv, um meine Erfahrungen zu beschreiben? Schwierig. Wenn ich mich auf eines beschränken soll, wähle ich „bereichernd“. Es war nicht alles schön, oft war es schwierig, es gab Sprachprobleme, kulturelle Unterschiede und immer wieder ein Gefühl von Einsamkeit.

Man lernt ein anderes Leben kennen: Man hat keine Ablenkung, kann dem Umfeld auch nicht entkommen. Man muss sich arrangieren. Immer und immer wieder. Man sollte seine Gefühle nicht spontan zeigen, denn man muss den Anderen am nächsten Tag gegenübertreten können. Man kann sich nicht aus dem Weg gehen. Die üblichen Ablenkungen stehen nicht zur Verfügung. Man bescheidet sich. Und kommt aus. Man stellt fest, dass man mit wenig auskommt und es trotzdem ausreichend ist und man erkennt, dass man von einer Gemeinschaft umgeben ist, in der man aufgehoben ist.


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Seite 2: Der Tagesablauf

Seite 3: Die Kinder bei ACC Namibia: der Aufnahmeprozess

Seite 4: Die Kinder und der Buddhismus

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